
Wenngleich die negativen Auswirkungen bekannt sind, so ist die Verdrängung der natürlichen Dunkelheit weiter schnell voranschreitend. Eine 2023
publizierte Studie zeigte, dass in Europa die Aufhellung des Nachthimmels um etwa 6 Prozent pro Jahr zunimmt, der Himmel also etwa alle 12 Jahre doppelt so hell wird. In Nordamerika sind es 10
Prozent pro Jahr.
Lichtverschmutzung ist ein Phänomen, welches sich über den gesamten Planeten verbreitet. Speziell Gebiete, die eine hohe Dichte an Bevölkerung aufweisen, sind von großen Lichtmengen
sowie großen Mengen an beleuchteten Flächen betroffen.
Der aktuell gültige große Weltatlas der Lichtverschmutzung aus dem Jahr 2016 zeigt einen Besorgnis erregenden Status Quo auf. So sind es zirka 83 Prozent der Weltbevölkerung, die an ihrem Wohnort
unter einem lichtverschmutzten Himmel leben muss. Betrachtet man nur Nordamerika und Europa, steigt diese Zahl auf 99 Prozent der Bevölkerung.
Bei Betrachtung der Lichtverschmutzungs-Karte Österreichs fällt auf, dass speziell die Landeshauptstädte von großen Lichtmengen betroffen sind.
Deutlich heraus sticht Wien im Nordosten. Doch auch Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck und Klagenfurt sind deutlich als Lichtverschmutzungsquellen ersichtlich.
Ebenso ist zu sehen, dass Österreich noch große Gebiete besitzt, deren Himmel nur leichte Grade an Lichtverschmutzung aufzeigen oder sogar eine natürliche
Dunkelheit aufweisen. Hier handelt es sich vor allem um alpine Räume.
Es zeigt sich, dass Österreich im Vergleich mit Europa noch einen der dunkelsten und natürlichsten Himmel besitzt. Dies zeugt von einem Privileg, welches
speziell im Hinblick auf nachtaktive Lebewesen und unsere Lebensqualität erhalten bleiben soll.
Quelle: Verband der Naturparke Österreich Entwicklung der Lichtverschmutzung - Naturparke
Einstimig beschlossen von der Gemeindevertretung von Weißbach am 10. März 2026, Sitzung Nr.: 464
Darunter versteht man die Erhellung der Naturnacht durch Fehlanwendung oder übermäßiger Anwendung von künstlichem Licht. In urbanen Gebieten zeigen sich häufig
Lichtkuppeln.
Auswirkungen
Sowohl Menschen als auch Tiere sind an den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus angepasst. Wird dieser durch künstliches Licht beeinflusst kann das Auswirkungen auf
die Gesundheit haben. Nachtaktive Tiere werden in der Orientierung gestört, schränken ihren Aktionsradius ein und soziale Interaktionen wie Paarungsverhalten und Räuber-Beute-Beziehungen werden
gestört.
Zertifizierung als Sternenort (dark sky community)
Derzeit arbeiten wir daran uns als Sternenort durch die International Dark Sky
Association zertifizieren zu lassen.
Tipps zum Erhalt der Naturnacht
Geeignete Beleuchtung sollte sich dem jeweiligen Anwendungszweck anpassen. Beachte folgende Grundregeln:
Tipp 1: Beleuchte nur dort wo es notwendig ist
Tipp 2: Richte die Belechtung richtig aus. Beleuchte also immer von oben nach unten und vermeide Reflexion
Tipp 3: Wähle das richtige Licht. Vermeide bläuliches Licht. Am besten geeignet sidn warmweiße LEDs unter 3000 Kelvin.
Tipp 4: Passe die Intensität an. Verwende Dimmer oder vergrößere den Abstand zwischen den Lampen
Tipp 5: Achte auf bedarfsgerechte Beleuchtung: Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder sorgen dafür, dass das Licht nur dann angeschalten ist, wenn es benötigt wird.